Scrum in der Praxis

Erfahrungen, Problemfelder und Erfolgsfaktoren

Checkliste: Worauf ein Scrum Master bei einem Product Owner achten sollte

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Checkliste

„Der Product Owner ist für die Wertmaximierung des Produkts sowie die Arbeit des Entwicklungsteams verantwortlich. Wie dies geschieht, kann je nach Organisation, Scrum Team und Einzelpersonen stark variieren.“ (Scrum Guide)

Zum Arbeitsspektrum eines Scrum Masters zählt auch, ein Auge auf den Product Owner zu haben. Im Arbeitsalltag ist ein Product Owner sehr häufig mit sehr vielen Themen beschäftigt, die den Fokus ständig verändern oder sogar verlieren lassen. Damit Backlog Items, Sprints oder Releases gut vorbereitet sind, bedarf es viel Organisationstalent und Engagement von demjenigen, der mit der Rolle betraut ist. Warum ist es wichtig? Wie im oberen Zitat aus dem aktuellen Scrum Guide beschrieben, ist der Product Owner für die Ergebnisse des Entwicklungsteams verantwortlich. Demnach lohnt es sich als Scrum Master laufend auf die Arbeitsweise und -organisation sowie Kommunikation des Product Owners zu achten und das Gespräch mit ihm zu suchen.
Der folgende Fragenkatalog unterstützt Sie dabei, auf die wesentlichen Arbeitsaspekte und die Effektivität des Product Owners zu achten:

  • Wirkt der Product Owner gestresst? Besteht Gefahr, dass Termine oder das Product Backlog nicht vorbereitet sind?
  • Ist der Product Owner für das Team verfügbar?
  • Arbeitet der Product Owner an neuen Backlog Items, um nächste Schritte vorzubereiten?
  • Bezieht er das Entwicklungsteam und notwendige Dritte mit in seine Arbeit ein?
  • Ist das Product Backlog aktuell und sortiert?
  • Sind die Anforderungen und Abhängigkeiten geklärt?
  • Muss jemand informiert werden?
  • Besitzt das Product Backlog eine überschaubare Größe?
  • Wie ist der Detailgrad der Backlog Items am Anfang und am Ende der Liste?
  • Verschwendet der Product Owner Zeit mit unwichtigen Backlog Items, die aktuell keine Relevanz haben?
  • Ist das Product Backlog leicht und frei zugänglich für jeden?
  • Gibt es fachliche und soziale Schwächen bei Ihrem Product Owner? Sind diese bekannt? Arbeiten Sie mit ihm an diesen Schwächen?
  • Kennt der Product Owner die „Definition of Done“ und die „Definition of Ready„? Weiß er, wie technische Schulden vermieden werden?
  • Ist der Product Owner mit der Benutzung des Softwareprogramms für die Verwaltung des Product Backlog vertraut?
  • Nimmt er notwendige Einstellungen vor, beispielsweise für die Releaseplanung?
  • Ist der nächste Sprint geplant?
  • Sind die darauffolgenden Sprints in Vorbereitung?
  • Ist die Planung aktuell?
  • Basiert der Releaseplan auf der aktuellen Velocity?
  • Wurde der Plan nach dem letzten Sprint angepasst?
  • Kennt das Team die Planung der nächsten Schritte?

Diese Checkliste finden Sie auch im Buch oder als Checkliste zum Download (PDF).

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