Scrum in der Praxis

Erfahrungen, Problemfelder und Erfolgsfaktoren

Wir gratulieren – Der Gewinner steht fest!

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Gestern ging unser Weihnachtsgewinnspiel zu Ende, bei dem wir ein Exemplar unseres Buches „Scrum in der Praxis“ verlost haben. Es gab 15 Teilnehmer, was eine gute Chance für jeden einzelnen bedeutete. Wir xmashaben jeden Namen auf ein Post-It geschrieben und den Gewinner gezogen. Der Gewinnerkommentar war folgender:

Mein spannendstes Erlebnis diesen Jahres in einem Scrum Team war im Zuge eines sehr hoch priorisierten, internen Projektes, mit viel Druck und absurd hohem Tempo. Durchgeführt wurde es von einem interdisziplinären und inter-hierarchischen Team. Für mich als Scrum Master eine ganz neue Erfahrung, abseits der üblichen Schwerpunkte der meisten Scrum-Anwendungen, die ich bisher begleiten durfte. Das Projekt musste nicht wie so oft seine Zyklen verkürzen und öfter releasen, sondern eher gebremst werden, um Stabilität und Planbarkeit und Übersicht zu erhalten. Das Team war aus dem Stand hochgradig selbstorganisiert, schließlich bestand es durchgehend aus erfahrenen Leuten. Die Arbeit erledigte sich fast von selbst und das durchweg in guter Qualität. Alle pullten und hielten den Prozess ein. Allerdings bestand das Team durchgehend aus erfahrenen Leuten, die sich seit Monaten und Jahren kennen, aber aus völlig anderen Rollen. Darunter Senior Entwickler, diverse Leads und Head-Positionen verschiedener Abteilungen. Der Schwerpunkt lag hier eindeutig auf dem Zwischenmenschlichen. Kollegen die sonst miteinander um ihr Gehalt verhandelten, oder zu Eskalationen treffen, sollten sich nun auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam über die Umsetzung eines Features diskutieren. Es was einiges an Fingerspitzengefühl notwendig, um z.B. einer Führungsperson zu verdeutlichen, dass es hinderlich sein kann, wenn einige Kollegen quasi nur noch direkt an ihn bericht erstatten, sobald sie im Daily Scrum an der Reihe sind. Andersrum sollte er zwar ruhig bei allem um seine Meinung, aber bitte nicht unbedingt immer nach seiner Erlaubnis gefragt werden. Wenn sich 3 Heads, die in Summe wohl 5 Jahre nicht mehr in Teams gearbeitet hatten, dann auch noch gleichzeitig auf die selbe Story gestürzt haben, …oha…SidP - Auslosung
Auf einem so hohen Level wie bei diesem Team benötigen User Stories auch nur noch Schlagworte und jeder weiß was gemeint ist. Nur blöd, wenn sich heraus stellt, dass jeder was anderes meinte. Auch komisch, dass im Review kein Huhn folgen konnte, wenn sich die Experten mit Buzz-Words praktisch duelliert haben ;)
Hier musste ich als Trainier niemanden mehr das Spiel erklären, sondern dafür Sorgen, dass alle aufs richtige Tor zu laufen. Ein andere, sehr spannende und äußerst lehrreiche Erfahrung, die ich da in diesem Jahr machen durfte.

Wir gratulieren Alexander Stein zum Gewinn und bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern der Verlosung. Wir wünschen euch entspannte und geruhsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in 2013. Mögen unsere Scrum-Projekte immer erfolgreicher werden.

In diesem Sinne alles Gute,

Robert und Sven

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