Agile by Nature 2015 – Unser Rückblick

abn_logoAm vorletzten Wochenende war es soweit: Zusammen mit Susanne Bartel und Rolf Dräther haben wir das erste Agile Coach Camp für den Norden Deutschlands organisiert: Die Agile by Nature. Wir haben mit dieser Konferenz im Wesentlichen zwei Ziele verfolgt: Zum Einen ging es uns darum, die Community der norddeutschen Agilisten näher zusammenzubringen. Zum Anderen wollten wir auch den Kollegen, die sich im Englischen nicht so sicher fühlen, durch ein deutschsprachiges Coach Camp ein Forum bieten. Das Coach Camp fand Ende Oktober bei wunderschönem Herbstwetter im Hotel Park Soltau statt.

Donnerstag: Kennenlernen & Lightning Talks

Los ging es am Donnerstagabend mit erstem Networking, bevor wir gemeinsam zum Abendbuffet schlenderten. Anschließend folgte die offizielle Begrüßung durch die Organisatoren. Um das Ankommen etwas aufzulockern, haben wir zunächst eine Extremform von Schere-Stein-Papier gespielt, nämlich Alien-Tiger-Samurai. Das Spielprinzip ist ähnlich, aber jede der Figuren wird durch eine plötzliche Bewegung und ein lautes Kampfgeräusch begleitet. Aber damit war noch nicht Schluss. Wenn man beim Best-of-Three besiegt wurde, wurde man automatisch zum größten Fan seines Bezwingers und hat ihn von jetzt an lautstark angefeuert und unterstützt, bis am Ende nur noch zwei Spieler übrig waren. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was für ein Alarm da bei rund 50 Teilnehmern im Hotel war. Eindrucksvolle Impressionen findet ihr hier.

abn_2Anschließend moderierte Susanne noch einige Runden Constellation/Continuum. Die Teilnehmer mussten sich dabei nach bestimmten Kriterien wie zum Beispiel Erfahrung mit Agilität aufstellen, so dass alle einen guten Eindruck bekamen, wie sich die Teilnehmer zusammensetzten. Gleichzeitig kamen die Teilnehmer hier erneut ins Gespräch. Darauf folgten sehr interessante Lightning Talks, die schon einen ersten Vorgeschmack auf die Sessions der folgenden Tage lieferten. Der erste Abend klang dann in fröhlicher Runde an der Bar aus.

Weiterlesen

Scrum Team Diagnose

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAEin neuer Job als Scrum Master oder Agile Coach, eine neue Firma, ein neues Team. Das Bewerbungsgespräch war großartig, der Probearbeitstag mit dem Team und den Kollegen hat riesig Spaß gemacht, endlich hat man das richtige für sich Umfeld gefunden. Aber wo steht die Organisation wirklich? Klar, es gibt Product Owner, Scrum Master und das Entwicklungsteam. Aber werden die Rollen auch richtig gelebt? Wie sieht das Product Backlog aus? Ist das Team in das Backlog Refinement eingebunden? Fragen über Fragen …

Weiterlesen

Scrum Devil Cards

scrum_devilKürzlich waren wir mal wieder dabei, eines unserer Trainings vorzubereiten und wollten dabei eine Variante der Lego Scrum Simulation zum Einsatz bringen. Um auch die unterschiedlichen Störungen, die während eines Sprints auftreten können, spielerisch und einprägsam zu vermitteln, wollten wir Karten mit speziellen Anweisungen an die Teilnehmer austeilen. Wir hofften, im Netz Anregungen für die Störungen oder sogar bereits vorbereitete Karten zu finden, die wir einfach benutzen konnten. Erstaunlicherweise fanden wir aber nichts, was unseren Erwartungen entsprach und so machten wir uns kurzerhand daran, unsere eigenen Karten zu erstellen. Weiterlesen

Wir gratulieren – Der Gewinner steht fest!

Gestern ging unser Weihnachtsgewinnspiel zu Ende, bei dem wir ein Exemplar unseres Buches “Scrum in der Praxis” verlost haben. Es gab 15 Teilnehmer, was eine gute Chance für jeden einzelnen bedeutete. Wir xmashaben jeden Namen auf ein Post-It geschrieben und den Gewinner gezogen. Der Gewinnerkommentar war folgender:

Mein spannendstes Erlebnis diesen Jahres in einem Scrum Team war im Zuge eines sehr hoch priorisierten, internen Projektes, mit viel Druck und absurd hohem Tempo. Durchgeführt wurde es von einem interdisziplinären und inter-hierarchischen Team. Für mich als Scrum Master eine ganz neue Erfahrung, abseits der üblichen Schwerpunkte der meisten Scrum-Anwendungen, die ich bisher begleiten durfte. Das Projekt musste nicht wie so oft seine Zyklen verkürzen und öfter releasen, sondern eher gebremst werden, um Stabilität und Planbarkeit und Übersicht zu erhalten. Das Team war aus dem Stand hochgradig selbstorganisiert, schließlich bestand es durchgehend aus erfahrenen Leuten. Die Arbeit erledigte sich fast von selbst und das durchweg in guter Qualität. Alle pullten und hielten den Prozess ein. Allerdings bestand das Team durchgehend aus erfahrenen Leuten, die sich seit Monaten und Jahren kennen, aber aus völlig anderen Rollen. Darunter Senior Entwickler, diverse Leads und Head-Positionen verschiedener Abteilungen. Der Schwerpunkt lag hier eindeutig auf dem Zwischenmenschlichen. Kollegen die sonst miteinander um ihr Gehalt verhandelten, oder zu Eskalationen treffen, sollten sich nun auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam über die Umsetzung eines Features diskutieren. Es was einiges an Fingerspitzengefühl notwendig, um z.B. einer Führungsperson zu verdeutlichen, dass es hinderlich sein kann, wenn einige Kollegen quasi nur noch direkt an ihn bericht erstatten, sobald sie im Daily Scrum an der Reihe sind. Andersrum sollte er zwar ruhig bei allem um seine Meinung, aber bitte nicht unbedingt immer nach seiner Erlaubnis gefragt werden. Wenn sich 3 Heads, die in Summe wohl 5 Jahre nicht mehr in Teams gearbeitet hatten, dann auch noch gleichzeitig auf die selbe Story gestürzt haben, …oha…SidP - Auslosung
Auf einem so hohen Level wie bei diesem Team benötigen User Stories auch nur noch Schlagworte und jeder weiß was gemeint ist. Nur blöd, wenn sich heraus stellt, dass jeder was anderes meinte. Auch komisch, dass im Review kein Huhn folgen konnte, wenn sich die Experten mit Buzz-Words praktisch duelliert haben ;)
Hier musste ich als Trainier niemanden mehr das Spiel erklären, sondern dafür Sorgen, dass alle aufs richtige Tor zu laufen. Ein andere, sehr spannende und äußerst lehrreiche Erfahrung, die ich da in diesem Jahr machen durfte.

Wir gratulieren Alexander Stein zum Gewinn und bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern der Verlosung. Wir wünschen euch entspannte und geruhsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in 2013. Mögen unsere Scrum-Projekte immer erfolgreicher werden.

In diesem Sinne alles Gute,

Robert und Sven