Scrum Irrglauben

“Any Scrum without working product at the end of a sprint is a failed Scrum.” (Jeff Sutherland)

Wenige wenden Scrum nach dem Regelwerk an, so dass Scrum seine Kraft entfalten kann und Unternehmen einen Nutzen daraus ziehen können. Der Satz im Scrum Guide, dass Scrum leichtgewichtig, einfach zu verstehen und schwierig zu meistern ist, wird uns im alltäglichen Umgang mit unseren Kunden sehr deutlich. Inspiriert durch unsere Erfahrungen bei Kundeneinsätzen und den daraus resultierenden Fragestellungen sowie diversen “Scrum-Ansätzen”, haben Sven und ich einen Artikel über Irrglauben in der Anwendung von Scrum verfasst. Die dort genannten Missverständnisse zeigen einen Teil der Mannigfaltigkeit und sind oftmals zutiefst im Glauben der (unmittelbar) Beteiligten verankert.

Der Artikel ist auf informatik-aktuell.de erschienen.

 

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2016

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Ein sehr ereignisreiches agiles Arbeitsjahr neigt sich dem Ende. Neben der Organisation unserer ersten eigenen Unkonferenz Agile by Nature, haben wir neben vielen Kundenprojekten auch unser persönliches Anliegen, die 2. Auflage von Scrum in der Praxis, fertiggestellt.

Wir freuen uns wieder sehr über die positiven Rezensionen und das Feedback in persönlichen Gesprächen. Das Buch scheint zu einer Art Standardwerk für Agilisten und Scrum-Interessierte geworden zu sein!

Wir wünschen allen Lesern von Scrum in der Praxis einen stressfreien und erholsamen Endjahres-Sprint sowie einen Guten Rutsch in ein erfolgreiches Neues Jahr mit Scrum.

Scrum in der Praxis – 2. aktualisierte und erweiterte Auflage

sidp_cover2Seit der ersten Auflage von Scrum in der Praxis sind drei Jahre vergangen. Wir freuen uns über das nach wie vor rege Interesse am Buch und haben in der Zwischenzeit sehr viel positives Feedback bekommen. Besonders hat es uns gefreut, wenn Menschen unsere Praxistipps ausprobiert haben und wesentliche Verbesserungen herbeiführen konnten. Kürzlich haben wir auf der Agile by Nature, einem von uns mitorganisierten Coach Camp, erneut persönlich die Bestätigung erhalten, dass Scrum in der Praxis ein alltäglicher Unterstützer ist.

Da aber auch Scrum sich immer weiterentwickelt, war es nun an der Zeit, die Inhalte des Buches auf den Prüfstand zu stellen. Sind die Beschreibungen noch zeitgemäß? Benutzen wir die dargestellten Techniken selbst noch oder haben wir inzwischen zusätzliche, vielleicht sogar bessere gefunden? Auch die letzte aktualisierte Version des Scrum Guides hat uns dazu ermutigt, eine 2., aktualisierte und überarbeitete Auflage herauszubringen.

Neben kleinen Schönheitskorrekturen, sind in die Überarbeitung der ersten Auflage folgende Neuerungen eingeflossen:

  • Wir haben in allen Kapiteln neue Praxis-Tipps ergänzt.
  • Es wurden Anpassungen zum aktuellen Scrum Guide vorgenommen.
  • Das Kapitel “Vorbereitung” wurde um einen neuen Abschnitt zum Umgang mit Fehlern ergänzt.
  • Wir haben die Beschreibungen der Things-That-Matter-Matrix und der initialen Planung zu Beginn eines Scrum Projekts vereinfacht und uns gegen die erneute Aufnahme von Simulation und Hochrechnung entschieden.
  • Die Checklisten wurden überprüft und teilweise aktualisiert.
  • Zudem haben wir das Literaturverzeichnis und die Literaturempfehlungen sowie das Glossar aktualisiert.

Neben dem Buch haben wir auch alle Neuerungen in die Website einfließen lassen. Somit sind jetzt die neuen Literaturempfehlungen, Glossar-Einträge und Checklisten auch online abrufbar. All diejenigen, die bereits ein Buch der ersten Auflage gekauft haben, können auch so von den Anpassungen profitieren.

Sofern Scrum in der Praxis noch nicht zu Ihrer Standardlektüre gehört, dann sollten Sie sich jetzt Ihr persönliche Exemplar sichern.

Die Sprintübersicht – Team-Verfügbarkeit visualisieren

Erfahrungsgemäß stehen die Teammitglieder nie zu 100% ihrer Anwesenheit für den Sprint zur Verfügung. Je nach Unternehmen liegt die Verfügbarkeit der Mitarbeiter meist zwischen 50% – 80%. Bei der nicht für den Sprint verfügbaren Zeit kann es sich zum Beispiel um Teammeetings aus der Linie handeln, oder um regelmäßige Termine mit Vorgesetzten. Besonders in kleinen Unternehmen haben die Scrum-Teams oft zusätzliche Wartungsaufgaben oder müssen sich nebenbei um den operativen Betrieb kümmern. Eine besondere Herausforderung stellte einmal ein Team dar, dessen Mitglieder zusätzlich zur Projektarbeit für die Wartung eines Legacy-Systems verantwortlich waren, jedes Teammitglied für ein anderes.

Dies sind alles Aufwände, die nichts mit dem Sprint zu tun haben und die daher von der Verfügbarkeit der Mitarbeiter abgezogen werden müssen. Wenn man sich einmal die Mühe macht, diese Zeiten und Aufwände zu erfassen, ist man oft erstaunt, wie wenig Zeit tatsächlich noch für die Schaffung neuer Funktionalität zur Verfügung steht.

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Ein Sprint Review mit mehreren Teams verbessern

Das Highlight eines Sprints ist das Sprint Review. Ein Review verfolgt zwei wesentliche Zielsetzungen: Zum einen stellt das Team vor, was es in den letzten Wochen seit Beginn des Sprints erreicht hat und zum anderen geben die Review-Teilnehmer wertvolles Feedback, welches wiederum in die Verbesserung des Produktes einfließen kann. Daneben erhalten die Teilnehmer relevante Informationen über die geplanten nächsten Schritte.

In Unternehmen, in denen die Produktentwicklung durch mehrere Scrum-Teams erfolgt, tritt häufig eine gewisse Review-Müdigkeit bei den Projektinteressierten ein. Bedingt durch die große Anzahl an Reviews, die um die wertvolle Arbeitszeit der Stakeholder buhlen, besuchen diese mit der Zeit nur noch einige ausgewählte Reviews. Das bedeutet einerseits, dass sie nicht mehr alle Entwicklungen mitbekommen oder zumindest nicht mehr aktiv beeinflussen können, und andererseits, dass immer weniger Teilnehmer die Reviews besuchen, sodass bei den Teams der Eindruck von Desinteresse entsteht. Oder ein Team hat aufgrund der Thematik immer weitaus mehr Zuhörer als ein anderes Team. In der Folge fragen sich die Teams, warum sie sich eigentlich immer so viel Mühe mit dem Herausputzen machen, »wenn es eh keinen interessiert«.

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